Biografie

1987-1989Ausbildung zum Tischler
1989-1990Geselle in der Kunsttischlerei Eichberg, Berlin
1990-1992Abitur, Zivildienst
1993-2000Restaurator für Holzgegenstände; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg / Potsdam
ab 2000Im Oderbruch als Restaurator und Designer tätig
Christian Masche; Foto Stefan Hessheimer

Wie es begann

Persönliche Erfahrung

Ausgelöst durch persönliche Erfahrungen mit dem Bestattungswesen und ersten Aufträgen für Urnen, begann ich mich 2006 mit diesem Thema zu beschäftigen und Wege für meine Formensprachen auszuloten.

Technik

Der Werkstoff Holz und die Technik des Drechselns bilden das Zentrum für die Entstehung meiner ruhig und kraftvoll anmutenden Stücke. Techniken, welche ich für Restaurierungen und Gebrauchsdesign anwende finden langsam Einzug in dieses neue Gebiet von Objekten. Die Möglichkeiten weiterer Materialien wie Metalle, Beton, Edelsteine, Leder und Straussenei beginnen sich ganz langsam zu eröffnen und zu entfalten.

Gesellschaftliche Entwicklung

Der Umgang mit dem Tod scheint gesellschaftlich im Umbruch und es ergeben sich ganz neue Erfordernisse und Möglichkeiten. Ein Sarg oder eine Urne müssen nicht unbedingt nur zum Zeitpunkt einer Bestattung sichtbar sein.

Es entstehen unter Anderem Särge die zu Lebzeiten Möbelstück sind und Urnen welche als Minibar für einen feinen Tropfen dienen. Daneben ist es immer häufiger Wunsch der Angehörigen, die Urne zu Hause als Ort zum Abschied nehmen auf zu bewahren.

Vielschichtiger Ansatz

Die Gestaltung von Objekten dieser Art ist sehr vielschichtig. Grundsätzlich fertige ich Objekte, Objekte welche mir am Herzen liegen und die meinem ästhetischen Gefühl entsprechen. Ich entwerfe kraftvolle, in sich ruhende Formen deren Form durchaus auch Deutungsspielraum für unser Leben, unserem Weg und den Tod zuläßt. Und dann gestalte ich diese Objekte für Angehörige als Ausdruck für die Würdigung des Lebens eines Verstorbenen. Wenn diese Ansätze zusammen treffen und ich für Menschen diese kraftgebenden Objekte bauen darf, entsteht ein sehr eindrücklicher schöpferischer Prozess.

Ortwig im Oderbruch